Zurück zu allen Fragen

wie erstelle ich eine Nebenkostenabrechnung?

Eine Nebenkostenabrechnung korrekt erstellen: Schritt-für-Schritt-Anleitung

Die Nebenkostenabrechnung ist für Vermieter und Mieter von zentraler Bedeutung, da sie die tatsächlichen Kosten für die Nutzung einer Immobilie aufschlüsselt. Diese Abrechnung ermöglicht es Mietern, ihre Verpflichtungen nachzuvollziehen, und sorgt für Transparenz auf Seiten des Vermieters. Hier sind die Schritte zur Erstellung einer Nebenkostenabrechnung.

1. Überblick über die umlagefähigen Nebenkosten

Zunächst sollten Sie alle Nebenkostenarten, die umgelegt werden dürfen, auflisten. Zu den gängigen umlagefähigen Kosten gehören:

  • Heizkosten (Gas, Fernwärme, Öl usw.)
  • Wasserkosten (Kalt- und Warmwasser)
  • Abwassergebühren
  • Hausmeisterkosten
  • Aufzugskosten
  • Reinigungs- und Wartungskosten
  • Grundsteuer
  • Versicherungskosten
  • Stromkosten für Gemeinschaftsflächen

2. Erfassung der Gesamtkosten

Erfassen Sie alle Kosten für jede der genannten Kategorien für den Abrechnungszeitraum (in der Regel ein Jahr). Bewahren Sie alle Belege und Rechnungen gut auf, da sie zur Nachweispflicht gehören.

3. Ermittlung der umlagefähigen Kosten pro Mieter

Um die individuellen Kosten pro Mieter zu berechnen, sollten Sie die Gesamtkosten durch die Anzahl der Mieter oder die Anzahl der Quadratmeter der vermieteten Fläche teilen, je nach der gewählten Abrechnungsart (Personen- oder Fläche). Achten Sie darauf, die vereinbarten Umlageschlüssel im Mietvertrag zu berücksichtigen.

4. Erstellung der Nebenkostenabrechnung

Erstellen Sie ein dokumentliches Format für die Nebenkostenabrechnung. Eine Nebenkostenabrechnung sollte folgende Elemente enthalten:

  • Kopfzeile: Name des Vermieters, Name des Mieters, Objektadresse und Abrechnungszeitraum.
  • Aufschlüsselung der Kosten: Tabelle mit den einzelnen Kostenarten, Gesamtkosten, Umlageschlüssel, und der anteiligen Berechnung für den Mieter.
  • Summe der Kosten: Endbetrag, den der Mieter zu zahlen hat oder den er gutgeschrieben bekommt.
  • Fälligkeit: Datum, bis wann die Zahlung erfolgen sollte.
  • Unterschrift des Vermieters: Optional, aber empfiehlt sich zur Formalisierung.

5. Prüfung und Versand der Nebenkostenabrechnung

Bevor Sie die Abrechnung an den Mieter versenden, überprüfen Sie sie auf Richtigkeit und Vollständigkeit. Anschließend können Sie die Abrechnung per Post oder E-Mail übermitteln. Achten Sie darauf, die gesetzliche Frist von 12 Monaten nach Ende des Abrechnungszeitraums einzuhalten.

6. Aufbewahrung der Abrechnungen

Bewahren Sie Kopien der Nebenkostenabrechnungen sowie alle Belege mindestens zehn Jahre lang auf. Diese Dokumentation kann im Falle von Streitigkeiten oder Nachfragen von Mietern sehr wichtig sein.

Fazit

Die Erstellung einer Nebenkostenabrechnung erfordert Sorgfalt und Genauigkeit.Durch die Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben und der Vereinbarungen im Mietvertrag können Sie Missverständnisse vermeiden und die Zufriedenheit Ihrer Mieter fördern. Nehmen Sie sich die Zeit, alle Kosten sorgfältig zu erfassen und transparent darzustellen, um eine faire Abrechnung zu gewährleisten.

Jetzt Nebenkostenabrechnung erstellen mitimmo.page